Donnerstag, 2. Juli 2015

The Looks - RoleUp


Vor knapp zwei Wochen, als das Wetter noch grau und regnerisch war, haben mich die lieben Mädels von RoleUp besucht. Frauke und Susanne sind Filmemacherinnen aus Hamburg, die ein ganz tolles Projekt zusammen aufgezogen haben.

"roleUP! ist ein Webvideo-Magazin, das weibliche Vorbilder porträtiert. Ob schrill, schüchtern, laut oder leise - wir suchen Menschen, die mehr auf das Abseits als auf den Mainstream setzen. Unsere role models entscheiden sich für außergewöhnliche Lebensmodelle, engagieren sich gesellschaftlich, setzen sich in Männerdomänen durch und brechen mit stereotypen Vorstellungen."

Als die beiden mich anschrieben und fragten, ob ich mich als weibliches Vorbild für RoleUp filmen lassen würde, habe ich nicht nur sofort begeistert zugesagt, sondern war natürlich auch schrecklich geschmeichelt, das sie dabei an mich gedacht hatten. Ich habe dann kurzer Hand noch Amélie mit ins Boot geholt und so verbrachten wir einen sehr verregneten aber unglaublich tollen Drehtag miteinander. Teil des Video, dass ich gleich sofort hier verlinken werde, war ein Outfit Shooting, das gehört schließlich dazu, wenn ich meinen Blog vorstellen will. 




Ja, es war kalt, zumindest ohne Jacke. Mit war es echt total okay, auch wenn es eigentlich etwas zu verregnet war für das Outfit, aber für so einen großen Auftritt muss man eben Prioritäten setzen. Bomben Outfit oder nicht frieren?

Den Rock habe ich im Mai bei ASOS ergattert und er ist jetzt schon zu einem Lieblingsteil geworden. Er passt gut zu anderen schwarzen Dingen (und davon hab ich doch passender Weise so viele!), aber auch mit Jeanshemd oder weißer Bluse sieht er super aus. Boots, Ballerinas oder Chucks, Lederjacke oder Strickjäcken, irgendwie macht der echt alles mit. 





THE LOOK
Rock, Top - ASOS Curve
Jacke - New Look
Kette - faitmasion
Ringe - Six


Jetzt aber zum wesentlichem, dem Film, den gibt es nämlich hier bei RoleUP zu sehen. Ich finde Frauke und Susanne haben einen ganz super tollen Job gemacht, es ist fast ein bisschen wie ein zuckersüßer Freundschaftsfilm und ich bin sehr, sehr stolz auf mich (ich finde das kann man auch mal sein), denn wenn man mal so von Außen hört und sieht, was man sich dabei so denkt, dann merkt man, dass man doch irgendwie was ganz gutes produziert.

Mehr über RoleUp könnt ihr auch auf ihrer Facebook Seite erfahren. Außerdem sind die Mädels noch kräftig am Crowdfunden, damit dieses tolle Webvideo-Magazin uns noch lange erhalten bleibt.

Mittwoch, 27. Mai 2015

Fat Acceptance - Was soll das eigentlich 2.0



Ich hab vor einiger Zeit mal darüber geschrieben warum Fat Acceptance wichtig ist. In den letzten Tagen wurden vermehrt Tweets in meine Timeline gespült die sich mit dem Thema auseinander setzten warum oder warum nicht Fat Acceptance unterstützenswert ist oder eben nicht. Was dabei mal wieder im Vordergrund stand, war das Gesundheitsargument. Ob dick_fett sein nun gesund oder ungesund ist, ob es da Grundsätzlichkeiten oder Regeln oder Ausnahmen gibt, werden wir wohl nie einfach in einem Blog Post klären können. Was man aber schon klären kann ist, welche Facetten in der Fat Acceptance für mich viel wichtiger sind, als körperliche Gesundheit.

In der Fat Acceptance Bewegung geht es für mich nicht in erster Linie um Gesundheitsfrage, sondern darum, dass für meinen Körper und meine Meinung ein Platz geschaffen wird, in einer Gesellschaft, die zu tiefst geprägt ist von eingeschränkten Körpernormierungen und Idealbildern. Eine Gesellschaft in der du nie richtig sondern immer nur zu dick/dünn/sportlich/unsportlich/gesund/ungesund sein kannst. 

Fat Acceptance will nicht ein einzelnes Körperbild promoten, sondern Augen gegenüber Körperbildern öffnen, die nicht jeden Tag in den Medien zu sehen sind, die nicht als schön oder begehrenswert gefeiert werden. 

Fat Acceptance möchte dicke_fette Menschen dabei unterstützen wieder selbstständige Entscheidungen für sich und ihre Körper treffen zu können. Es möchte empowern und Mut machen, damit man sich selbst nicht nur auf sein Gewicht reduziert und sich auch nicht nur auf sein Gewicht reduzieren lassen sollte.

Ich, als fetter Mensch, habe wahrscheinlich schon alles gehört. Von gut gemeinten Sport- und Ernährungstipps, zu Beleiiogungen, Bevormundungen, Demütigungen, Komplimente die keine waren und Bemerkungen, die stark an Übergrifflichkeit grenzen. Ihr erzählt mir nichts Neues. Der Gedanke, dass dick=ungesund sein soll, ist keine bahnbrechende Idee, sondern gelerntes Verhalten. Gelerntes Verhalten, dass ihr jeden Tag versucht Menschen aufzudrücken, egal ob sie es hören wollen oder nicht. Und nein, es nicht hören zu wollen, heißt nicht, dass man sich zurücklehnt, dass man aufgibt oder sich der Wahrheit verschließt, es heißt nur, dass man ein Recht darauf hat zu entscheiden wann und wo und vor allen Dingen mit wem man über sich und seinen Körper reden will. 

Fat Acceptance will nicht Gesundheit verteufeln, es will, dass Gesundheit wieder eine selbstständige und individuelle Sache ist, die jeder mit sich und für sich ausmachen kann und sollte, und die nicht im öffentlichen Raum zur Debatte steht. 

Fat Acceptance kann und sollte so viel mehr sein, als ein Gesundheitsthema.

Fat Acceptance fordert Respekt und Menschenwürde ein, es geht dabei um Selbst Akzeptanz und darum Menschen, die ihr Leben lang von einer Diät in die nächste geworfen wurden eine Alternative zu bieten, diese Menschen mal anzuhalten und ihnen zu zeigen, dass man auch als dicker_fetter Mensch an andere Dinge als Ernährungspläne und die nächsten -7kg denken darf. Und das ist für mich ein ganz, ganz wichtiger Punkt: Fat Acceptance zeigt dicken_fetten Menschen, dass ihr Lebens lebenswert ist, dass es lebenswert sein darf. Bis ich 20 war, war mein Alltag bestimmt von Zweifeln und Hass, ich habe immer darauf gewartet und gehofft, dass wenn ich doch endlich nur xy KG abnehmen würde mein Leben los geht. Alles anders wird, ich endlich ein Mensch bin der etwas Wert ist, der einen Platz in der Gesellschaft haben darf. Heute scheiße ich darauf, ob andere damit leben können, dass ich als fette Frau mein Leben genieße, ich hasse mich nicht mehr dafür, dass ich esse und ich kann mich nackt im Spiegel anschauen und lächeln. Und wenn all das nichts Wert sein soll, weil jemand der Meinung ist, dass Fat Acceptance nicht unterstützenswert sei, wegen „aber eure Gesundheit !1!elf!!!“, dann ist das für jeden dicken_fetten Menschen ein Schlag ins Gesicht. 

Niemand sagt, dass Gesundheit nicht wichtig ist, aber was oder wer als gesund oder ungesund definiert wird, hängt leider viel zu oft vom äußeren Erscheinungsbild ab. Und nur weil Fat Acceptance sagt, dass dick_fett sein nicht gleichzeitig auch bedeutet dass man auf jeden Fall ungesund ist, heißt das nicht im Gegenzug, dass wir sagen es ist gesund/gesünder, oder es ist besser, oder es ist die einzig wahre Lösung. Body Acceptance ist für jeden Menschen da, für jeden Körper. Und zur Body wie auch zur Fat Acceptance gehört eben dazu, dass wir lernen, dass uns die Gesundheit von anderen nichts angeht. 

Und mal ganz ehrlich, lauft ihr wirklich alle durch die Stadt und macht euch bei jedem Menschen Gedanken über den Gesundheitszustand? Fragt ihr euch an der Ampel ob die Dame neben euch wohl morgen noch lebt? Nein! Wieso ist es also okay dicke_fette Menschen dauerhaft zu bevormunden und zu verurteilen und das unter den Mantel der Besorgnis um die Gesundheit zu verstecken. Wenn ihr fette Menschen scheiße findet, dann steht wenigsten dazu und versucht nicht euch das selber schön zu reden.

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Sonntag, 17. Mai 2015

The Looks & a bit of Travel - First Days of Summer

Just in diesem Moment sitze ich im ICE Richtung Bielefeld. Ich komme aus Wiesbaden, denn dort habe ich die kleine Zuckerschnute (die ist gar nicht klein!) Katha & ihren Lieblingssven besucht. Das war ein sehr sommerlicher, schöner und entspannter Kurztrip.




In Wiesbaden war Traumwetter, Sonne, aber nicht zu warm und Katha & Sven haben mich am Donnertag durch die Stadt geführt, wir haben Parks erkundet, Kaffee getrunken und Abends bei Freundin gegrillt. Gestern waren wir im Kino, Whiplash, wirklich zu empfehlen, Katha und ich haben das Wohnzimmer mit Just Dance unsicher gemacht, zwei mal gebacken und ich wurde in "Black Books" eingeführt, hab mich direkt ein bisschen in die Serie verliebt und muss jetzt unbedingt weiter gucken.



Und was machen zwei Bloggerinen noch wenn sie auf einander treffen natürlich? Outfitfotos! Heute morgen waren wir Frühstücken und ich habe mich ein bisschen aufgetuffelt. Den Rock kennt ihr schon, das Oberteil habe ich von der lieben Alex im Blogsale gekauft. Ich finde die beiden Teile in Kombination perfekt zueinander.






THE LOOK
Tüllrock - H&M+
Top - ASOS Curve
Schuhe - Evans
Beutel - DIY

Katha's Look findet ihr natürlich auf ihrem Blog Kathastrophal.




Ich habe die kleine Auszeit echt genießen können und bin immer wieder glücklich, wenn ich sehe mit was für wundervollen Menschen mich das Bloggern zusammen gebracht hat. Der Abschied war leider etwas traurig dieses mal, weil wir absolut keine Ahnung haben, wann wir uns wieder sehen werden.

Übrigens, die Fatty Fashion Fun Challenge wurde wieder belebt und ist heute mit dem ersten Post online gegangen. Leider hate ich NICHTS grünes im Schrank, aber es gibt viel andere tolle Outfits!